Amthof

Ein Teil des Amthof-Komplexes

Das Schmuckstück der Stadt ist die imposante Fachwerkbautengruppe des Amthofes. Mit einer Frontlänge von 140 m ist er der größte Fachwerkbau des früheren Regierungsbezirks Wiesbaden.
Um- und Neubau 1605 auf alten Grundmauern, um 1660 zu einem Gebäudeblock vereinigt. 1669 von Achatius von Hohenfeld erweitert. Er war bis 1815 Wohnsitz der kurtrierischen Oberamtmänner und bestand ursprünglich aus drei Einzelhöfen derer von Riedesel, von Nassau, von Heiden / von Metternich.

Der Amthof-Komplex wurde im Jahr 1942 von der Stadt erworben. 1988 bis 1993 aufwendig und liebevoll restauriert, vereinigt er in idealer Weise Wohnen, Leben und Arbeiten. Neben einem Teil der städtischen Verwaltung gehören zu diesem Gebäudekomplex Geschäfte, Wohnungen, ein Café, die Hohenfeldsche Kapelle, das Stadt- und Turmmuseum, die Räume der Amthofgalerie und der Obertorturm, das Wahrzeichen der Stadt. Im Hofinnern befindet sich der 1980 wieder neuerrichtete älteste Brunnen der Stadt.

Glockenspiel im historischen Amthof

Seit dem 10. September 2011 ziert ein Glockenspiel den Amthof-Innenhof. Es zählt von diesem Moment an zu den besonderen Sehenswürdigkeiten in Bad Camberg, zahlreiche Zuhörer finden sich zu den regelmäßig wiederkehrenden Liedfolgen ein, die in einem kleinen Schaukasten auch publiziert werden.

Eine sehr ausführliche Beschreibung zur Entstehung des Glockenspiels können sie auf der Seite des Vereins Historisches Bad Camberg unter dem folgenden Link nachlesen:  << http://www.verein-historisches-camberg.de >>

Es erklingt täglich nach dem Schlag der Turmuhr im Obertorturm zu folgenden Zeiten:

10:01 Uhr
12:01 Uhr
15:01 Uhr
17:01 Uhr
19:01 Uhr

Kontakt: Bernd Schlösser, Tel. 06434-87 25

Obertorturm und Hohenfeldkapelle

An den um 1380 erbauten Obertorturm der Stadtbefestigung schließt sich die Hohenfeldkapelle an. Der Name erinnert an den Erbauer Achatias von Hohenfeld (1610-1682).
Heute beherbergen Turm und Kapelle das ab 1981 entstandene Stadt- und Turmmuseum.
Geöffnet: April bis einschließlich Oktober, sonntags10 bis 12 und 15 bis 17 Uhr.

Der Marktplatz

Besonders eindrucksvolles Ensemble von Fachwerkhäusern verschiedener Entstehungsjahre. Bemerkenswert: Haus Sadony. Laut lateinischer Inschrift 1592 erbaut von Johann Tiefenbach aus Siegen, Rentmeister derer von Dienheim, später der Grafen von Nassau- Idstein. Trutzschrift des Lutherianers Tiefenbach gegen den Erzbischof von Trier: Das Wort Gottes könne zwar bedrückt, aber nicht unterdrückt werden. „Wenn Gott mit uns ist, wer kann gegen uns sein“. Der Brunnen wurde 1994 neu gestaltet mit Skulpturen, u. a. Der „Camberger Ziege“, von Thomas Duttenhöfer.