Stadtteil Bad Camberg (Kernstadt)

Am 6. Februar 1000 schenkte Kaiser Otto III. dem Kloster Burtscheid den Besitz Cagenberg. Cagenberg bedeutet Berg des Cargo, wobei Cargo eine Abkürzung des Namens Garganhardt ist. Aus dem Namen Cagenberg entwickelten sich Cainburg, Camburg, Kamberg und Camberg und nach anderen Angaben Cagenberc (1018), Kamberch (1156), Kahberg (1194) Kamberc (1197) und später Kaynburg. Im Jahre 1281 verlieh König Rudolf I. die Stadtrechte, die 1300, 1336 und 1365 erneuert wurden.
Nach dem Dreikönigsfest 1357 waren der Legende nach alle Camberger betrunken und schliefen, als Walsdorfer Raubritter versuchten, die Stadt auszurauben. Die Stadtmauer war damals noch im Bau, es musste also nur das Gebück (die Hecke) überquert werden. Dort lebten jedoch Atzeln (hochdeutsch Elstern), die den Raubversuch bemerkten und Alarm schrien. Dadurch wurden die Camberger aufgeweckt, der Angriff verteidigt und die Walsdorfer in die Flucht geschlagen.

Kneippkurort ist Camberg seit 1927. 1937 wurde der Titel Anerkanntes Heilbad verliehen. Seit 1977 ist Camberg ein Staatlich Anerkanntes Kneippheilbad. Die Bezeichnung „Bad" wurde Camberg 1981 verliehen, anlässlich der 700-Jahrfeier der Stadtrechte. Im Jahre 2000 wurde das eintausendjährige Stadtjubiläum ausgiebig gefeiert.

Marktplatz mit Brunnen