Stadtteil Oberselters

Oberselters ist mit seinen 1.114 Einwohnern (Stand: 31.08.10) der nördlichste Stadtteil von Bad Camberg.
Die Rupertinerin Rachild schenkte Saltrissa, damals eine Ansammlung von herrschaftlichen Höfen und einer Waldschmiede 772 dem Kloster Lorsch. Aus dieser Waldschmiede entwickelte sich vermutlich die heute im Verfall befindliche Hammermühle am Ortsausgang in Richtung Niederselters.
1448 entstand eine Kapelle in der Ortsmitte, die zunächst dem Heiligen Leonard, ab 1526 dem Heiligen Antonius geweiht war. Da diese Kapelle baufällig geworden war, wurde 1776 an dieser Stelle eine barocke Kirche gebaut. 1777 wurden aus dem vom Kirchenbau übriggebliebenen Holz die erste Schule und ein Backhaus errichtet. Kirchlich war der Ort über Jahrhunderte Bad Camberg zugeordnet. 1901 entstand innerhalb der Pfarrei Bad Camberg ein Seelsorgebezirk Erbach-Oberselters, der 1913 zur eigenständigen Pfarrei wurde.
Nach dem zweiten Weltkrieg wuchs der Ort vor allem westlich der Bahnlinie, wo sich das so genannte "Oberdorf" entwickelte.

1871 wurde von der Gemeine Oberselters der "Oberselters Heil-und Mineralbrunnen" gegründet. Heute sind noch die Quellenrechte und die Gebäude mehrheitlich im Besitz der Stadt Bad Camberg. Das operative Geschäft wurde 2003 an die Firma Frankenbrunnen verpachtet. Oberselters wurde zum 1.7.1974 zur Stadt Bad Camberg eingemeindet.

Brunnen Antoniusstraße