Veranstaltung

— Bürgerhaus / "Kurhaus Bad Camberg"

Vortrag mit Bildpräsentation - Die Endkämpfe im Taunus 1945

In den Ostertagen 1945 ging für die Menschen in Camberg der Krieg zu Ende. Es war ein Ende mit Schrecken, aber nicht mit der Zerstörung, Tod und Elend, die viele andere Orte beim Vormarsch und beim Rückmarsch der deutschen Wehrmacht erleben mussten.

Es war ein gewaltsameres Ende als es hätte sein müssen, denn hier und in den Nachbarorten  versuchten erschöpfte, schlecht ausgerüstete, hungrige Angehörige der 6. SS Gebirgsjägerdivision „Nord“ für ein paar Tage die bestens versorgten vorrückenden amerikanischen Truppen aufzuhalten, die ihnen schon seit Dezember 1944 auf den Fersen gewesen waren. Den größten Teil des Krieges hatte die Division in Norwegen und Finnland verbracht. Erst Ende 1944 griff sie in die Kämpfe mit den Invasionstruppen ein.

Den hinhaltenden Widerstand in Camberg brachen die US Truppen mit einer Beschießung, die mehrere Todesopfer forderte und auch eine Menge Zerstörungen mit sich brachte. Schließlich zogen die SS Männer in Richtung Weiltal und Hintertaunus ab, wo sie sich immer wieder festsetzten um den Vormarsch des Gegners zu stören.

Die letzten Gefechte im Taunus eines längst verlorenen Krieges schildert Dr. Roland Krebs am 26. Februar in einem Vortrag, zu dem der Verein Historisches Camberg einlädt. Die jüngst veröffentlichten Ergebnisse seiner akribischen Forschungen in deutschen und amerikanischen Archiven, aus Gesprächen mit Zeitzeugen, Besuchen auf Friedhöfen und der Lektüre der verstreuten Literatur in Ortschroniken zeigt, dass viele überraschende Details auch noch nach fast 75 Jahren ausgegraben werden können.

Der Vortrag mit Bildpräsentation beginnt um 19.30 im Kleinen Saal des Bürgerhauses „Kurhaus“ in Bad Camberg.