1.1 Planerische Zielsetzung und Bedarf

Die Bundesstraße 8 erfüllt innerhalb der Kernstadt Bad Camberg und in den Stadtteilen Erbach und Würges die Streckencharakteristik einer Stadtstraße. Die Ortsdurchfahrten sind zeitweise stark überlastet, was vor allem im Bereich der Einmündungen der L 3030 und der L 3031 zu häufigen Stauungen, erhöhten Immissionsbelastungen und somit zu starken Beeinträchtigungen der Siedlungsfunktionen führt.

Um die Verkehrsverhältnisse und die Wohnqualität in dem Bade- und Luftkurort Bad Camberg zu verbessern, plant die Straßen- und Verkehrsverwaltung Hessen eine Ortsumgehung, die die genannten Stadtteile vom Durchgangsverkehr entlastet. Die Straßenbaumaßnahme ist im geltenden Bundesverkehrswegeplan mit vordinglichem Bedarf eingestuft und im aktuellen Landesentwicklungsplan Hessen sowie im Regionalplan Mittelhessen als abgestimmte Planung verzeichnet.

Im Rahmen der Voruntersuchungen wurde eine Umweltverträglichkeitsstudie (BPI 1999) erstellt, die verschiedene Varianten der Ortsumgehung berücksichtigte. 2001 begann die technische Planung, wobei für das Teilstück zwischen dem Baubeginn bei Oberselters und der Landesstraße 3030 nach Dauborn drei Varianten ausgearbeitet und deren Auswirkungen auf die Umwelt untersucht und verglichen wurden. Im Rahmen von Terminen mit den Trägern öffentlicher Belange in den Jahren 2002 und 2003 wurde schließlich die Linienführung abgestimmt und die ortsnahe Variante 7 gewählt.