2.3.4 Schutzgut Boden

Die lössreichen, mittel- bis tiefgründigen Böden im Offenland des Untersuchungsgebietes weisen überwiegend gute Nutzungseignung insbesondere für Ackerwirtschaft auf. Die Bodenzahlen der vorherrschenden Parabraunerden liegen zwischen 70 und 80, die der mittelgründigen, skeletthaltigen Braunerden in Kuppenlage zwischen 35 und 65. Der Talboden der Emsbachaue ist ein produktiver Standort für die Grünlandnutzung.

Die Böden des Plangebietes können bei mittlerer bis tiefer Gründigkeit bedeutsame Speicher- und Reglerfunktionen erfüllen, die allerdings durch die Eutrophierung und Vorbelastungen mit Chemikalien aus der landwirtschaftlichen Nutzung eingeschränkt sind. Die Standortkarte von Hessen weist für die Böden des Plangebietes gute Pufferung und von Natur aus gute bis sehr gute Filtereigenschaften aus. Im Hydrogeologischen Gutachten wird für die Böden der Emsbachaue hinsichtlich des Grundwassers geringe Schutzwirksamkeit festgestellt.

Sämtliche landwirtschaftlich genutzten Flächen sind durch Düngung eutrophiert, die ehemaligen Grundwasserböden zum größten Teil durch Entwässerung und Absenkung des Grundwasserspiegels trocken gelegt. Die Funktionen der Böden für die Tiere und Pflanzen sind deshalb stark nivelliert und eingeschränkt.