3 Geprüfte Varianten und wesentliche Auswahlgründe

Im Rahmen der Umweltverträglichkeitsuntersuchung (UVU, September 1999) wurden umfassende Variantenuntersuchungen durchgeführt. Die UVU ist den Planfeststellungsunterlagen als gesonderte Unterlage beigefügt. Die genaue Trassierung der Ortsumgehung sowie die Ausführung der Knotenpunkte wurden mit den zuständigen Trägern öffentlicher Belange im Rahmen der Entwurfsplanung (2001-2004) ausführlich abgestimmt. Die vorliegende Planung wurde in Einvernehmen mit den Trägern öffentlicher Belange erarbeitet.

Insgesamt wurden 7 Varianten mit Untervarianten sowie die Nullvariante untersucht (Beschreibung der Varianten und Variantenvergleich im Erläuterungsbericht zum Planfeststellungsverfahren). Die letztlich in Abstimmung mit den Vertretern öffentlicher Belange gewählte Variante 7 hat unter landschaftspflegerischen und naturschutzfachlichen Gesichtspunkten gegenüber der im Rahmen der Linienfindung zunächst ausgewählten Variante 6.3K sowie anderen Varianten eine Reihe von Vorteilen. Sie ermöglicht es, Eingriffe in die Wasserschutzgebietszone II des Tiefbrunnens Kleinmühle zu vermeiden, die relativ naturnahe Auenlandschaft am Emsbach zwischen Oberselters und der Kleinmühle zu bewahren und Flächenverluste sowie Zerschneidungswirkungen im bedeutsamen Biotopkomplex westlich der Bahnlinie Limburg-Frankfurt und artenschutzrechtliche Konflikte zu vermindern. Bei der gewählten Variante 7 sind Beeinträchtigungen des Lokalklimas und die Lärmausbreitung in Richtung der Ortslage von Erbach durch eine Tieferlegung der Gradiente reduziert. Die einzige hinsichtlich der Umweltauswirkungen günstigere Varianten 4 ist hinsichtlich ihrer verkehrlichen und städtebaulichen Wirkungen ungenügend und zu verwerfen.