6.1 Schutzmaßnahmen

S1 Bauzeitige Errichtung von Landschaftsschutzzäunen
Um bedeutsame und gegen Störungen besonders empfindliche Biotopkomplexe sowie Einzelbäume und Baumgruppen vor baubedingten Beeinträchtigungen zu schützen, sind an den Außengrenzen der für den Bau und die Anlage der Ortsumgehung benötigten Flächen bauzeitig Landschaftszäune mit einer Gesamtlänge von 1.830 m zu errichten.

S2 Bauzeitige Abgrenzung freizuhaltender Flächen
Um bedeutsame Biotopkomplexe, Baumreihen und Einzelbäume vor bauzeitigem Betreten, Befahren und Lagern zu schützen, werden vom Baubetrieb freizuhaltende Flächen durch Signalbänder mit einer Gesamtlänge von 1.380 m abgegrenzt.

S3 Bauzeitige Sicherung der Baugruben am Emsbach
Drei im Uferbereich des Emsbaches zu errichtende Baugruben für Fundamente werden so gesichert, dass das Eindringen von Bachwasser in die Gruben verhindert wird.

S4 Umsiedlung von Zauneidechsen am Bahndamm
Um die Tötung von Tieren der streng geschützten Zauneidechse zu vermeiden, werden im Bereich der Baustellen an den Dammböschungen der Bahnlinie Limburg-Frankfurt die Zauneidechsen vor Beginn der Baumaßnahmen abgefangen und umgesiedelt.

S5 Errichtung permanenter Reptilien-Schutzeinrichtungen
Um zu vermeiden, dass die am Bahndamm der Bahnlinie Limburg-Frankfurt lebenden streng geschützten Zauneidechsen auf die Fahrbahn der Ortsumgehung wandern und dort zu Tode kommen, werden an zwei Streckenabschnitten permanente Reptilien- Schutzeinrichtungen angebracht.