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Bad Camberg behält sein Prädikat „Kneippheilbad“
Den Auftakt der Feierstunde bildete ein Video der städtischen Kneipp-Kita Kinderoase. Darin präsentierten die Kinder eine eigens für die Bad Camberger Kneipp-Kindergärten selbstgeschriebenen „Kneipplied“ und sorgten damit für einen ebenso herzlichen wie passenden Einstieg in den Abend, der ganz im Zeichen der Kneipp-Tradition in Bad Cambergs stand.
Im Anschluss eröffnete Bürgermeister Daniel Rühl offiziell die Veranstaltung und begrüßte neben vielen Bürgerinnen und Bürgern auch zahlreiche Ehrengäste. Unter ihnen waren die Stadtverordnetenvorsteherin Andrea Reusch-Demel, die ehemaligen Bürgermeister Gerhard Reitz und Wolfgang Erk sowie Vertreter aus Bundes- und Landespolitik.
In seiner Rede blickte Bürgermeister Rühl auf die lange Kurtradition der Stadt zurück. Bereits im Jahr 1927 wurde unter Bürgermeister Johannes Pipberger die Kneippkur in Bad Camberg eingeführt. Ein bedeutender Entwicklungsschritt folgte 1974 mit der Inbetriebnahme der Kneipp-Kurklinik Camberg Pitzer KG, der heutigen Median Hohenfeld-Klinik. Nur wenige Jahre später, im Jahr 1977, erhielt Bad Camberg erstmals offiziell das Prädikat „Kneippheilbad“.
Auch in den folgenden Jahrzehnten entwickelte sich der Gesundheitsstandort weiter. So wurde 1992 die neurologische Reha-Klinik eröffnet, aus der der heutige Medical Park hervorging. Mit rund 400 Arbeitsplätzen zählt er heute zu den größten Arbeitgebern der Region.
Im weiteren Verlauf der Veranstaltung richteten mehrere Vertreter aus Kurwesen und Verbänden Grußworte an die Anwesenden und würdigten die Bedeutung Bad Cambergs als Kneipp- und Gesundheitsstandort. So sprachen Almut Boller, Geschäftsführerin des Hessischen Heilbäderverbandes, Achim Bädorf, Vorsitzender des Verbandes Deutscher Kneippheilbäder und Kneippkurorte, sowie Dr. Lutz Ehnert, Vorsitzender des Hessischen Kneipp-Bundes und überreichten im Anschluss Präsente an Bürgermeister Daniel Rühl und Kurdirektor Michael Sinn.
Der Bundestagsabgeordnete Klaus-Peter Willsch sowie die Landtagsabgeordneten Andreas Hofmeister und Tobias Eckert überbrachten ihre Glückwünsche zur erfolgreichen Reprädikatisierung.
Unter den Gästen befanden sich außerdem Melanie Kornhaas, Kurdirektorin der thüringischen Partnerstadt Bad Sulza sowie der langjährige ehemalige Kurdirektor der Stadt Bad Camberg, Bodo Schäfer.
Die erneute Anerkennung als Kneippheilbad sei jedoch keineswegs selbstverständlich gewesen, betonte Rühl. Die Reprädikatisierung sei kein Selbstläufer gewesen. In den vergangenen Jahren habe es zeitweise Zweifel gegeben, ob Bad Camberg dauerhaft die erforderlichen therapeutischen Kneipp-Angebote vorhalten und weitere Kriterien erfüllen könne.
Umso wichtiger seien die Anstrengungen der vergangenen Jahre gewesen, die Kurtradition zu sichern und weiterzuentwickeln. Ein zentraler Schritt war die Wiederbelebung und Modernisierung des städtischen Badehauses, das im Frühjahr 2024 wieder eröffnet wurde. Darüber hinaus wurden das Kur- und Gesundheitsprogramm ausgebaut, Kneipp-Angebote weiterentwickelt sowie Investitionen in Kurpark, Kneipptretbecken und touristische Infrastruktur angestoßen.
Besonderen Dank richtete der Bürgermeister an Kurdirektor Michael Sinn, der viele dieser Projekte konzeptionell begleitet und umgesetzt habe. Auch den städtischen Gremien und der Verwaltung dankte er für die Unterstützung auf diesem Weg.
Den Höhepunkt des Abends bildete die offizielle Übergabe der Prädikatisierungsurkunde durch Herrn Horst Wenzel vom Hessischen Fachausschuss für Kur-, Erholungs- und Tourismusorte beim Regierungspräsidium Kassel. Mit der Urkunde wurde bestätigt, dass Bad Camberg auch für weitere 10 Jahre den Titel „Kneippheilbad“ tragen darf.
Musikalisch begleitet wurde die Veranstaltung vom Kurorchester Bad Camberg. Einen weiteren kulturellen Höhepunkt bildete ein Walzer für Flöte und Klavier, dargeboten von Julia Treinies und Jennifer Möbus. Eine Bildpräsentation zur Geschichte der Kneipp-Tradition in Bad Camberg rundete das Programm ab.
Die erneute Anerkennung ist für die Stadt nicht nur eine Auszeichnung, sondern auch ein Auftrag für die Zukunft. Die Kur, so betonte Bürgermeister Rühl zum Abschluss seiner Rede, sei heute längst mehr als nur Tradition – sie sei ein wichtiger Bestandteil der zukünftigen Stadtentwicklung Bad Cambergs.
Im Anschluss an den offiziellen Teil klang der Abend bei einem Empfang aus, bei dem die Gäste Gelegenheit zum Austausch hatten.
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