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VERKEHR
Baustellen-Update „B8“ in Würges: Gemeinschaftsmaßnahme von Hessen Mobil und den Stadtwerken Bad Camberg erfolgreich abgeschlossen
Mit den letzten Markierungsarbeiten am Mittwoch endete die rund viermonatige Bauphase, in der „wichtige Investitionen in die Infrastruktur des Stadtteils Würges“, so Bürgermeister Daniel Rühl, umgesetzt werden konnten.
Die Stadtwerke Bad Camberg erneuerten im Rahmen der Maßnahme die in die Jahre gekommene und teilweise marode Wasserhauptleitung und die erforderlichen Wasserhausanschlüsse in der Frankfurter Straße zwischen der Kreuzung Alsdorfer Straße/Schulstraße und der Einmündung Bergstraße. „Der Austausch der Leitung in dem Sanierungsbereich war unerlässlich, da es in den vergangenen 25 Jahren aufgrund von Materialalterungen zu rund 30 Wasserrohrbrüchen kam“, bekräftigt Sonja Seelbach, Betriebsleiterin der Stadtwerke, die Notwendigkeit der Maßnahme. Im Anschluss erfolgte durch Hessen Mobil die Sanierung der Fahrbahn in mehreren Bauabschnitten zwischen der Kreuzung Alsdorfer Straße/Schulstraße und der Einmündung Pfarrer-Neubig-Straße.
Bereits im März 2024 wurde auf Beschluss der Betriebskommission der Stadtwerke mit der Planung der Erneuerung der Wasserleitung begonnen. Im August 2025 wurde schließlich eine Vereinbarung zwischen den Stadtwerken und Hessen Mobil über die gemeinsame Umsetzung der Wasserleitungs- und Straßenbauarbeiten geschlossen. „Durch die gemeinsame Durchführung wurden Synergien bei der Baustelleneinrichtung und im Bauablauf genutzt. Die Arbeiten konnten aufeinander abgestimmt und die erforderlichen Eingriffe in die Frankfurter Straße gebündelt werden. Dadurch kam es zu einer Reduzierung der Baukosten und der Belastung für die Bürgerinnen und Bürger“, so Bürgermeister Daniel Rühl, der Hessen Mobil, dem bauausführenden Unternehmen Hermann Schäfer GmbH & Co.KG, den Stadtwerken, dem Stadtbauamt und dem Ordnungsamt sowie allen weiteren an der Baumaßnahme Beteiligten für die „gute Zusammenarbeit“ und den Anwohnerinnen und Anwohnern für deren Verständnis dankte. Durch die gemeinschaftliche Maßnahme konnten Bauabläufe besser abgestimmt werden, was sich positiv auf die Bauzeit ausgewirkt hat. „Bei einer Durchführung jeweils eigenständiger Baumaßnahmen durch die Stadtwerke und Hessen Mobil hätte die gesamte Bauzeit auf mindestens sechs Monate angesetzt werden müssen“, rechnete Sonja Seelbach vor.
Auch David Mellein, Geschäftsführer der bauausführenden Hermann Schäfer GmbH & Co.KG, sprach von „einer hervorragenden Zusammenarbeit mit den Stadtwerken, wodurch diese ambitionierte Maßnahme zügig umgesetzt werden konnte“. Mellein betonte auch das „gute Miteinander mit den jeweils betroffenen Anwohnerinnen und Anwohnern, die viel Verständnis der Maßnahme gegenüber zeigten. Das gipfelte teilweise darin, dass unsere Mitarbeiter mit Kaffee und Kuchen bedient wurden“.
Christoph Kohle, Sachgebietsleiter von Hessen Mobil, hob ebenfalls die gute Zusammenarbeit mit den Stadtwerken Bad Camberg und dem bauausführenden Unternehmen hervor. „Trotz der zweiwöchigen Verzögerung liegen wir mit der Umsetzung der Baumaßnahme in einem ausgesprochen guten Zeitrahmen. Der Abschluss verzögerte sich unter anderem dadurch, dass wir deutlich mehr Asphaltarbeiten - beispielsweise in den Einmündungsbereichen der Kreuzungen - und mehr Rinnenarbeiten als ausgeschrieben durchgeführt haben. Während der Baumaßnahme wurde die Notwendigkeit für diese Zusatzleistungen festgestellt.“
Bürgermeister Daniel Rühl ergänzt: „Wir haben jenseits unserer originären Zuständigkeiten versucht, die Bürgerinnen und Bürger mitzunehmen und haben engmaschig in sehr regelmäßigen Abstand über jede neue Entwicklung und den Baufortschritt unterrichtet. Uns ist bewusst, dass wir die Bürgerinnen und Bürger auf eine harte Geduldsprobe gestellt haben, aber wir haben auch viel Verständnis aus der Bevölkerung erfahren. Die Notwendigkeit der Erneuerung der Wasserleitung und der Sanierung der wichtigen Verkehrsader B8 wurde von vielen erkannt. Die Durchführung der umfangreichen Baumaßnahmen war allerdings insbesondere für die Würgeserinnen und Würgeser sowie für alle Verkehrsteilnehmerinnen und -teilnehmer mit erheblichen Einschränkungen verbunden, unter anderem durch mehr Fahrzeiten und weiträumige Umleitungsstrecken. Dies ist bei einer solch umfassenden Infrastrukturmaßnahme allerdings unvermeidbar. Dennoch haben wir versucht, für jedes Problem eine Lösung zu finden, um die Einschränkungen durch die Baumaßnahme auf das minimal Notwendige zu reduzieren.“ Allerdings kam es während der Baumaßnahme zu zahlreichen Verstößen gegen die jeweiligen Verkehrsbeschränkungen. So u.a. durch überregionalen Verkehr auf den lediglich dem innerörtlichen Verkehr vorbehaltenen Umleitungsstrecken, durch die Missachtung von Durchfahrtsverboten oder auch, dass rote Ampeln überfahren wurden und Absperrungen selbstständig entfernt wurden, um die Baustelle zu passieren. Geschwindigkeitsüberschreitungen und Missachtung von Haltverboten wurden ebenfalls gehäuft registriert. „Wir haben durch das städtische Ordnungsamt mit viel Einsatz die Verkehrsregelungen intensiv und mit hohem Zeiteinsatz auch außerhalb der üblichen Dienstzeiten kontrolliert - aus Gründen der Sicherheit, aber auch, um die Belastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner in Würges zu minimieren“, so der Bürgermeister.
Mit Beendigung der Baumaßnahmen ist nun die ursprüngliche Verkehrsführung hergestellt und aktiv. Damit entfallen alle Umleitungsstrecken und Sonderregelungen - so auch die Nutzung der Pfarrer-Neubig-Straße für den ÖPNV, Rettungsdienste und Krankentransporte. Der Wirtschaftsweg steht jetzt ausschließlich wieder der eigentlichen Nutzung durch den landwirtschaftlichen Verkehr sowie Radfahrern und Fußgängern zur Verfügung.
Die Gesamtkosten der Gemeinschaftsmaßnahme belaufen sich auf rund 950.000 Euro. Davon entfallen rund 380.000 Euro auf die Stadtwerke Bad Camberg für die Erneuerung der Wasserleitung sowie rund 528.000 Euro auf die Bundesrepublik Deutschland für die Sanierung der Bundesstraße B8 durch Hessen Mobil. Ergänzend wurde durch die Kurstadt Bad Camberg die Bushaltestelle in der Frankfurter Straße in Höhe Angelbornbrunnen und Bücherschrank barrierefrei ausgebaut. Damit konnte im Zuge der Gemeinschaftsmaßnahme neben der Erneuerung der Versorgungs- und Straßeninfrastruktur auch eine Verbesserung für den öffentlichen Personennahverkehr und der Barrierefreiheit in Bad Camberg erreicht werden. Die Kosten für den barrierefreien Umbau der Bushaltestelle beliefen sich auf rund 42.000 Euro.
Die Kurstadt Bad Camberg, die Stadtwerke Bad Camberg und Hessen Mobil sowie die Hermann Schäfer GmbH & Co.KG als bauausführendes Unternehmen danken allen Bürgerinnen und Bürgern ausdrücklich für ihr Verständnis und ihre Geduld während der gesamten Baumaßnahme. Ein besonderer Dank gilt allen an der Planung und Umsetzung Beteiligten.

Die Bushaltestelle in der Frankfurter Straße in Höhe Angelbornbrunnen und Bücherschrank wurde von der Kurstadt barriefrerei ausgebaut. Damit konnte eine Verbesserung für den öffentlichen Personennahverkehr und der Barrierefreiheit in Bad Camberg erreicht werden.
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