VERKEHR

Neubau der Dombach-Brücke in der Erbacher Neugasse: Magistrat trifft Entscheidung über Bauvariante


Dabei wurden insbesondere die Gründe für die lange Dauer der Sperrung, der aktuelle Planungs- und Vorbereitungsstand für den erforderlichen Neubau einer Ersatzbrücke sowie die für die erneute Ausführung als befahrbare Brücke sprechenden Argumente und die weitere Zeitplanung erläutert.

Nun wurde mit der Festlegung auf eine Bauvariante und dem entsprechenden Beschluss des Magistrats der Kurstadt Bad Camberg ein weiterer wichtiger Schritt im Planungsprozess für den Brückenneubau vollzogen.

Im Rahmen der bisherigen Vorplanungen hatte das beauftragte Ingenieurbüro Julius Berger International zwei Bauvarianten untersucht. Beide Varianten sehen, entsprechend der Beschlusslage der städtischen Gremien, eine neue und befahrbare Brücke mit einer Gesamtbreite von 5,00 Metern und einer Fahrbahnbreite von 3,50 Metern vor. Die Unterschiede zwischen beiden Varianten bestehen vor allem in der Art der Baugrubensicherung. 

Der Magistrat hat sich nun für die Umsetzung des Ersatzneubaus der Brücke über den Dombach an der Neugasse in der Variante mit einer beidseitigen Baugrube mit einer Baugrubentiefe von 4,10 Meter entschieden. Dies hat gegenüber der alternativen Variante mit Spundwänden den Vorteil, dass aufwendige und beidseitige Spundwandarbeiten mit einer Länge von bis zu neun Meter und Einbindetiefen von bis zu 14,50 Meter entfallen können. Dadurch lassen sich sowohl der technische Aufwand, die Baukosten als auch mögliche Lärm- und Erschütterungsbelastungen für die Anwohnerinnen und Anwohner erheblich reduzieren.

Zwar müssen bei der nun gewählten Bauweise mit einer Baugrube zusätzliche Straßenflächen wiederhergestellt und ein Teil der vorhandenen Abwasserleitung erneuert werden, dennoch ist diese Variante insgesamt deutlich wirtschaftlicher. Die voraussichtlichen Gesamtkosten der nun beschlossenen Variante belaufen sich nach Schätzungen des Planers auf rund 400.000 Euro brutto. Für die alternative Ausführung mit tiefen Stahlspundwänden wären hingegen nach aktueller Kostenschätzung rund 500.000 Euro brutto zu erwarten gewesen. Die beschlossene Variante ermöglicht somit eine Kostenersparnis von etwa 100.000 Euro.

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