SICHERHEIT

Vom Landmaschinenhandel zur modernen Rettungswache


Wo früher Landmaschinen verkauft wurden, rücken jetzt Rettungsfahrzeuge zu Notfällen aus: In der Limburger Straße 42 bis 44 in Bad Camberg hat der Malteser Hilfsdienst am Freitag, 17. April seine neue Rettungswache offiziell eingeweiht. Nach 13 Monaten Bauzeit und mit einer Investition von 2,3 Millionen Euro ist aus dem Verkaufsgebäude ein moderner Standort der Notfallversorgung geworden. 

Dem Projekt ging eine intensive und langwierige Standortsuche in Bad Camberg voraus. „Mit dem Umbau eines Bestandsgebäudes sind wir schließlich einen eher ungewöhnlichen, aber nachhaltigen und zukunftsorientierten Weg gegangen“, sagt Gregor Goetz-Knoell, Bezirksgeschäftsführer des Malteser Rettungsdienstes in Hessen. Das Ergebnis spreche für sich: Auf rund 450 Quadratmetern sind nun alle rettungsdienstlichen Kräfte unter einem Dach vereint. Früher war in Bad Camberg nur ein Notarzteinsatzfahrzeug (NEF) stationiert, der Rettungswagen (RTW) kam aus Niederselters. Jetzt stehen beide rund um die Uhr in der neu gebauten Fahrzeughalle einsatzbereit. „Diese Wache ist mehr als ein Gebäude. Sie steht für Nähe, Sicherheit und Verlässlichkeit“, erklärt Goetz-Knoell. Für die Menschen in der Region bedeutet sie schnellere Hilfe im Notfall.

Für die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter gibt es im sanierten Bestandsgebäude einen großzügigen Wohn‑ und Essbereich, Ruheräume, große Umkleideräume sowie eine moderne Hygieneschleuse. „Das sind beste Voraussetzungen für schnelle Abläufe und stärkt die Zusammenarbeit der Teams“, erklärt Oliver Hansen, Bereichsleiter West des Malteser Rettungsdienstes Hessen.

Die neue Rettungswache entstand in enger Abstimmung mit dem Landkreis Limburg Weilburg als Rettungsdienstträger und der Stadt Bad Camberg. Sie ist eine Reaktion auf die stetig steigenden Einsatzzahlen in der Region. „Ich freue mich sehr, dass wir mit der heutigen Einweihung der Rettungswache einen weiteren, wichtigen Schritt für einen gut aufgestellten Zivil- und Katastrophenschutz gegangen sind. Die schnelle Versorgung im Ernstfall, gerade mit der nahegelegen A3, ist somit sichergestellt“, erklärt Michael Köberle, Landrat des Landkreises Limburg-Weilburg.

„Wir begrüßen es sehr, dass sich der Landkreis und die Malteser für Bad Camberg als Standort entschieden haben. Das ist ein wichtiger Schritt für die Sicherheit und die Gesundheitsversorgung der Bürgerinnen und Bürger in unserer Stadt und der Region. Deren Notfallversorgung hat sich durch den zentralen Standort und die moderne Rettungswache erheblich verbessert“, sagt Bürgermeister Daniel Rühl. Er lobte die gute Zusammenarbeit mit den Maltesern und dankte zudem der Kernstadt-Feuerwehr. Diese hatte während der Bauphase ihr Feuerwehrhaus für die Stationierung eines Rettungswagens bereitgestellt.

Die Segnung der neuen Wache und der Mitarbeitenden durch Pater Christoph setzte am Freitag den feierlichen Schlusspunkt und unterstreicht, was die Malteser auszeichnet: professionelle Hilfe, getragen von einem christlichen Selbstverständnis.


Pressekontakt

Keine Mitarbeitende gefunden.