SICHERHEIT

Erbach: Über Dombach und Emsbach wird kurzfristig eine Behelfsbrücke errichtet


„Wir werden an dieser Stelle kurzfristig eine Behelfsbrücke errichten“, erläutert Bürgermeister Daniel Rühl. „Eine solche und nicht ganz günstige Übergangslösung ist in diesem Fall sinnvoll und erforderlich, denn die Brücke stellt eine zentrale Verbindung für Fußgänger und Radfahrer zum Sportplatz dar und wird täglich von Schulklassen, Kindern und Jugendlichen, Vereinsmitgliedern sowie weiteren Bürgerinnen und Bürgern des Stadtteils intensiv genutzt. Wir können und wollen dem Stadtteil Erbach nicht die zweite langwierige Brückensperrung zumuten. Auch vor diesem Hintergrund haben wir im Magistrat die schnellstmögliche Anmietung einer Behelfsbrücke auf den Weg gebracht“, so das Stadtoberhaupt weiter.

Um zeitnah mit dem Bau der Behelfsbrücke beginnen zu können, wurden bereits Versorgungleitungen gesichert und umgelegt. Zudem hat der städtische Bauhof mit dem Rückbau der alten Brücke begonnen und wird in den nächsten Tagen die Widerlager aufarbeiten. Geplant ist, Mitte nächster Woche mit dem Aufbau der provisorischen Brücke zu starten, die dann voraussichtlich ab Montag 22. Juni genutzt werden könnte. 

Die Errichtung einer temporären Übergangslösung zur Überquerung von Dom- und Emsbach stellt die einzige kurzfristig realisierbare Lösung dar. Denn die Zeit bis zum Baubeginn einer neuen Brücke beträgt - unabhängig von der reinen Bauzeit von rund einem halben Jahr, in der kein Übergang möglich ist - inklusive Planung sowie Genehmigung durch die Untere Wasserbehörde und vorbehaltlich der Verfügbarkeit von Haushaltsmitteln mindestens eineinhalb Jahren. Zwar besteht eine alternative Wegeverbindung, die jedoch über einen nahezu einen Kilometer langen Umweg und teilweise entlang der stark befahrenen Hof-Gnadenthal-Straße führt. Diese Route stellt insbesondere für Kinder sowie Seniorinnen und Senioren aufgrund des teilweise starken Verkehrsaufkommens – u.a. durch die Baustellenzufahrt zur neuen B8-Umgehung - ein erhöhtes Sicherheitsrisiko dar.

Die kurzfristige Konstruktion und Errichtung der Behelfsbrücke begegnet besonderen Anforderungen. Aus diesem Grund wurde der Auftrag für die Baumaßnahme an eine auf Spezialgerüstbau ausgerichtete Fachfirma angefragt. Die vorliegende Kostenkalkulation beläuft sich auf rund 65.000 Euro.

Auch für die Nutzung der Behelfsbrücke gilt – wie bisher auch: Radfahrer absteigen!

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